Over and out

9. Juni 2009

Nein ganz stimmts nicht — aber ich packe zur Zeit mein ganzes Zeugs zusammen, denn morgen gehts nach Hause.
Um ca. 06:00 Ortszeit (was eh die gleich Zeit wie daheim ist :-)) gehts los von hier – und dann ist mein Erasmusjahr vorbei.

Der Blog wird jedoch nicht sofort eingestellt – es wird ja noch Nachwehen geben und ich habe auch so viele Eindrücke gar nicht beschrieben – vllt. werd ich das alles noch nachreichen oder vllt. auch nicht. Wenn ich es noch aufschreibe, dann mache ich es eigentlich auch aus dem Grund um mir das alles selbst ein bisschen zu konservieren und die Geschichten zu den Bildern ein bisschen zu erhalten.

Fazit? Fazit will ich noch keines ziehen – aber eines ist sicher: Für mich war es ein schönes Jahr und ich hatte eigentlich nie größere Schwierigkeiten. Dennoch fällt es mir vllt leichter als so manchen anderen Abschied von hier zu nehmen. Die Gründe hierfür sind wohl dass ich schon seit August letzten Jahres hier bin und nicht erst seit Februar, dass ich meine Freundin schon sehr vermisse (das letzte Mal hab ich sie im Februar für eine Woche gesehen, und davor waren wir auch nur einmal eine Woche über Weihnachten zusammen) und dass ich mir keine so starken Freundschaften aufgebaut habe: Ich habe mich mit allen sehr gut verstanden und die Erasmusleute im Speziellen sind einfach ein toller Haufen, aber wenn man schon im vorhinein weiß, dass das alles sowieso so zeitlich beschränkt ist ….

Kurz: Ich freue mich schon auf daheim, ich hoffe dass ich die Monsterautofahrt gut überstehe (2 Tage alleine auf Frankreichs und Deutschlands Autobahnen…) und ich bin froh dass ich dieses Jahr hier in San Sebastian verbracht habe und eine schöne Zeit haben durfte.

Edurne Pasaban

24. Mai 2009

Auf der Erde gibt es 14 Berggipfel die höher als achttausend Meter sind, und eine handvoll Männer die bereits alle 14 davon bestiegen haben. Bis jetzt gibt es noch keine Frau die bereits alle absolviert, hat aber 3 Frauen die drauf und dran sind dies zu ändern.

Diese drei Frauen sind Gerlinde Kaltenbrunner, Edurne Pasaban und Nives Meroi.
Dass ich jetzt darüber schreibe kommt daher, dass die beiden Erstgenannten diese Woche jeweils ihren 12. Achttausender erobert haben. Außerdem kommt Kaltenbrunner aus meiner Heimat Oberösterreich und Pasaban stammt aus Tolosa, auch hier gleich ums Eck. Eine schöne Verbindung finde ich :-).

Aber das ist eigentlich nicht der Grund. Read the rest of this entry »

Txotx

10. Mai 2009

Im Baskenland wird auch eine Art Apfelmost gemacht, der heisst hier Sidra. Man kann den Sidra in manchen Bar’s drinken, oder auch in sogenannten Sidrerias. Das sind im Prinzip die Betriebe die den Sidra herstellen, mit einer eigenen Gastwirtschaft. In der Zeit des Txotx, von Mitte/Ende Jänner bis 2 Wochen nach Ostern, kann man in den Sidrerias ein typisches Menü bestehend aus
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Getaria

9. Mai 2009

Da man vom Strand von Zarautz aus schön die kleine Insel (Halbinsel?) von Getaria (dem nächsten Ort) sehen konnte, gings nach dem Pferderenne gleich dorthin. Die Straße nach Getaria ist an den Küstenhang gebaut und schlängelt sich somit sehr schön an der Küste entlang, mit dem Meer gleich darunter.

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Küstenstrasse zurück nach Zarautz

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Carrera de Caballos

8. Mai 2009

Letzten Samstag fand in Zarautz am Strand ein Pferderennen statt. Dies war das erste Mal dass ich in Zarautz war. Zarautz ist relativ bekannt, weil es sich dort wunderbar zum Surfen eignet. Der Strand ist irrsinnig lang und selbst bei Ebbe und relativ ruhigem Meer waren beachtliche Wellen zu sehen.
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Strand in der einen Richtung…

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…und in die andere Richtung

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leizegorria

25. April 2009

Tja, eine politische Karriere kann ich von nun an ausschließen, nachdem dieses Foto vom letzten Semester aufgetaucht ist (nachdems ich lang gesucht hab :-) ):
leize gorria — Kommunistenbar

Auf dem Foto sind Mario und ich mit ein paar Erasmus Kollegen zu sehen, und es ist entstanden als wir noch auf ein schnelles Bier reinschauten (das ist relativ günstig dort…). Die Bar ist vollgestopft mit kommunistischen Requisiten und der Barkeeper macht ganz gern mal Fotos von Besuchern, wobei die sich vorher Kappen und Hüte mit rotem Stern drauf aufsetzen müssen — und evtl. auch
Transparente in die Kamera halten…

Pamplona

23. April 2009

Pamplona, berühmt für den Stierlauf (San Fermin, encierro), liegt in der Autonomen Provinz Navarra südöstlich des Baskenlands und ist ca. 70 km entfernt von San Sebastián. Außerdem ist die tecnun nur die Abteilung für Ingenieurswissenschaften der Universidad de Navarra in Pamplona — das heisst der Hauptcampus meiner Uni liegt in Pamplona.

Aufgrund dessen bietet die tecnun jeweils zu Semesterbeginn einen Ausflug für die Erasmusstudenten nach Pamplona an, mit Führung über den Campus der Universität und anschließend einer Führung durch die Stadt. Ich nahm da gleich zweimal daran teil, weil es jeweils ein schöner Ausflug war, und einmal war ich mit meiner Freundin in Pamplona — ich war jetzt also schon dreimal dort!

Die Universität

Die Universidad de Navarra ist eine Privatuniversität des Opus Dei, einer katholischen Organisation, die besonders in Spanien aktiv und einflussreich ist.

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Im Rektorengebäude der Uni — sehr mondän und auf sehr alt, stammt jedoch aus den 50ern…

(Viele Fotos!) Read the rest of this entry »

Wohnungspreise

22. April 2009

Ich habe das schon mal woanders behauptet, und man hört das hier immer wieder aber jetzt habe ich offizielle (und neue) Zahlen, die belegen, dass San Sebastián das teuerste Pflaster in ganz Spanien ist.

Laut dem nachfolgenden PDF

Ministerio de Viviendas

ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine neue Wohnung (Kaufpreis — in Spanien ist es anscheinend üblicher Wohnungen zu kaufen als zu mieten) der höchste in ganz Spanien und kommt noch vor Barcelona. Den dritten Platz nimmt ebenfalls eine baskische Stadt ein.

Mit 3.785,2 euros/m2 als durchschnittlichen Wohnungspreis (bei 70 m² -> 264 950 €) ist San Sebastián wirklich ein teures Pflaster…

Zwischenwurf

21. April 2009

Ich halte mich hier in Spanien ja auch über die Ereignisse in Österreich auf dem Laufenden und ich mache das (unter anderem) mit dem Standard.

Heut’ hab ich da zwei witzige Artikel gesehen:

  1. Ein Mann beschwert sich bei der Gleichbehandlungskommision über die Diskriminierung durch ein Frauenwohnprojekt, die ihn wegen seines Geschlechtes kategorisch als Mieter ablehnen.
    Artikel im Standard
  2. Ein Senat der Gleichbehandlungsanwaltschaft hat einem Mann recht gegeben, der sich über die Gratiseintritte von Frauen in einer Disco beschwert hatte, wobei ihm als Mann 8 Euro Eintritt abverlangt wurden. Standard Artikel

Find ich schon lustig: Da wird für bahnbrechende Gleichbehandlungsgesetze in der EU gekämpft, die nun auch allgemeine Dienstleistungsgewerbe einschließen, (wodurch solche Beschwerden erst möglich werden), und dann erdreisten es sich doch Männer diese auch in Anspruch zu nehmen! So hat sich das die Frauschaft nicht vorgestellt…

Eine der VorständInnen des Frauenwohnprojektes hat sich dann auch im Standard Forum zum Kommentar von Irene Brickner zu wort gemeldet. Ich darf Mariana Potocnik (sofern man dem Usernamen glaubt) zitieren:
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Dispersion

20. April 2009

Am Samstag fand in San Sebastián eine Demonstration gegen die sogenannte Praktik der Dispersion statt. Dabei versteht man darunter, dass Terroristen und deren Unterstützer (oder: politische Gefangene, je nach Sichtweise) ihre Gefängnisstrafen nicht hier im Baskenland absitzen dürfen, sondern in Gefängnisse im ganzen Land, wahrscheinlich auch noch möglichst weit weg vom Baskenland, verteilt werden.

Der Anlass war das nun 20 jährige Bestehen dieser Praktik, die sowohl in Spanien als auch in Frankreich betrieben wird (es gibt auch ein französisches Baskenland). Der Protest wurde von Angehörigen der Einsitzenden organisiert und durchgeführt und es gab solche Proteste in dieser Woche im ganzen Baskenland.

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Protestmarsch über den Boulevard

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